Beeriges Käsekuchen Picknick

Käsekuchen Rezept

Es gibt Tage, an denen ist alles perfekt. Warmes Wetter, Sonnenschein, nen Kuchen im Ofen und das alles an einem Sonntag. So einer war letztes Wochenende und als wir gegen Mittag gemächlich aus den Federn gekrochen sind, die Kätzchen endlich ihr Frühstück bekamen und beschmust wurden, schwingte* ich den Kochlöffel (*schaltete die Kitchen Aid an), um einen Käsekuchen zu backen. Ein richtig schönen Oldschool-Käsekuchen, ohne Schnickschnack, dafür mit viel Geschmack. Und da das Wetter – im Gegensatz zu jetzt als ich gerade an diesem Blogpost schreibe – herrlich sommerlich war, beschlossen wir den Käsekuchen draussen zu mampfen. Ein Käsekuchen-Picknick sozusagen!

Käsekuchen Rezept

Mit der Cucina Back- und Servierform  von Jenaer Glas ein Kinderspiel. Die hat mir Connox freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Einfach den Käsekuchen auf der Glasplatte mit integrierter Springform backen, auskühlen lassen, Deckel drauf und losspaziert! Unser Käsekuchen war am Ankunftsort noch leicht lauwarm. Man munkelt es gibt tapfere Wanderer, die den Käsekuchen bis zum nächsten Tag stehen lassen. Denn dann bekommt der Kuchen nochmal nen extra Geschmackskick! Das Rezept stammt übrigens aus dem Mutti-Magazin 1/2015.

Käsekuchen Rezept

Für 1 Käsekuchen braucht ihr:
 
Für den Boden:
150g Mehl
60g kalte Butter
75g Zucker
1 Ei

Für Die Käsekuchen-Masse:
250g Butter
200g Zucker
Salz
6 Eier
1kg Magerquark
1 Pck. Vanillepuddingpulver
1,5 TL Backpulver
1 Bio-Zitrone


 
So wird’s gemacht:

  1. Für den Boden Zucker, Butter und Ei mit dem Kneter des Handrührgerätes weich kneten.
  2. Dann das Mehl hinzugeben und kneten, bis sich der Teig vom Rand löst.
  3. Eingewickelt in Folie muss der Teig nun mindestens eine Stunde durchkühlen.
  4. Die Springform fetten.
  5. Butter in einem Topf schmelzen und mit dem Zucker cremig schlagen.
  6. Nacheinander die Eier hinzugeben und auf hoher Stufe weiterschlagen.
  7. Nun auf langsamer Stufe und portionsweise den Quark untermischen.
  8. Dann den Zitronensaft und die abgeriebene Schale hinzugeben.
  9. Zuletzt Puddingpulver und Backpulver hinzugeben.
  10. Die Masse in die Springform füllen und glattstreichen.
  11. Euer Käsekuchen muss nun 50 bis 60 Minuten im 180 Grad heißen Ofen verweilen. Nach 10 Minuten Backzeit mit einem Messer den Rand entlang schneiden – nur so bekommt ihr einen superduper Käsekuchen ohne Risse.
  12. Der Käsekuchen braucht dann noch ne Weile zum Abkühlen, dabei schrumpft er wieder auf Springformhöhe ein.

 
Käsekuchen Rezept
 

Warum_nicht_mal
…mit nem Klecks selbstgemachter Roter Grütze dem Käsekuchen ein Krönchen aufsetzen?!

Käsekuchen-(1-von-1)
Und zwar so: 500g TK-Waldbeeren auftauen lassen und den Saft auffangen. Ihr braucht etwas 250ml, den Rest mit Wasser oder Kirschsaft auffüllen. 3 EL Speisestärke mit etwas Saft verrühren, sodass alle Klumpen verschwinden. Den Rest Saft mit 1 EL Zitronensaft, 50g Zucker und 1 TL Vanille aufkochen. Dann die aufgeschlemmte Stärke hinzugeben und ununterbrochen rühren, bis alles wieder köchelt und andickt. Topf vom Herd nehemn, Früchte rein, umrühren und geniessen!

Käsekuchen Rezept

Vielen Dank nochmal an Connox!

xoxo_2015

Zitronen-Buttermilchkuchen

Zitronen-Buttermilchkuchen-(9-von-13)_mini_Titel

 

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, beziehungsweise ob es schon oft genug erwähnt wurde – der Herr Timbo und ich sind dem Eisessen verfallen. Als wir letzten Sonntag auf Johannisbeerjagd waren und daraus Marmelade machen wurden, fehlte uns der Gelierzucker. Okay, den haben wir den am Ende gar nicht gebraucht und tut zur Geschichte nicht viel zur Sache. Lediglich, dass wir aufgrund der begrenzten Einkaufsmöglichkeiten am Sonntag in der Drogerie im Nachbardorf gelandet sind. Und – oh, Zufall! – nebenan war gleich unsere Lieblingseisdiele. Eigentlich DIE Eisdiele überhaupt. Vor allem Joghurt und Zitrone sind da der Renner. Und als ich neulich Appetit auf diese Eissorten bekam, aber leider viel zu weit weg für einen Besuch war, musste eine Kuchenvariante her. Statt Joghurt kommt hier Buttermilch rein, erfrischt aber mindestens genauso gut!

Zitronen Buttermilchkuchen (3 von 13)_mini

Für circa 20 Stücke Zitronen-Buttermilchkuchen braucht ihr:

Kandierte Zitronen:
4 Biozitronen
350g Zucker
180ml Wasser

Buttermilchkuchen:
abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
3 Eier (Größe M)
250g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
500g Buttermilch
500g Mehl
1 Päckchen Backpulver

Frosting:
600g Doppelrahmfrischkäse
200g Puderzucker

Zitronen Buttermilchkuchen (4 von 13)_mini

So wird’s gemacht:

Zitronen hei abwaschen und in dünne Scheiben schneiden. In einem Topf Zucker und Wasser miteinander vermischen und aufkochen. Dann die Zirtonen hinzugeben und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Dann die Zitronenscheiben aus dem Sirup nehmen und auf einem Gitter abtropfen lassen. Den Sirup für später aufbewahren.

Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.

Eier, Zucker, Vanille und Salz schaumig schlagen. Zitronenschale hinein und dann langsam die Buttermilch hinzugeben. Mehl und Backpulver mischen und dann fix unter die Eimasse rühren. Masse auf dem Backblech verteilen. Auf mittlerer Schiene 20 – 25 Minuten backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen und ein paar mal mit einem Holzstab oder einer Gabel einstechen. Die Hälfte des Sirups auf dem noch heißen Kuchen verteilen, dann abkühlen lassen.

600 g Doppelrahmfrischkäse, 200 g Puderzucker und den Rest des Sirups (oder soviel man eben mag) cremig aufschlagen. Das Frosting gleichmäßig auf dem erkalteten Kuchen verstreichen und mit den kandierten Zitronenscheiben garnieren.

Zitronen Buttermilchkuchen (12 von 13)_mini

 

xoxo_2015

Mandelkringel mit Mango-Curd

Mandelkringel mit Mango-Curd

Könnt ihr sie auch sehen? Diese grellen, gelbe Kugel da oben? Eingequetscht, zwischen einem Dutzend mufflig-grauen Miesepeterwolken? Ein paar Wochen lang kämpft sie nun schon an ihnen vorbeizuhuschen und jippie -anscheinend gaben die bevorstehenden Ostertage der Sonne genug Power, sich nun endlich durchzusetzen. Selbst ich – die Erkältungen nur aus der Fernsehwerbung kennt wurde von Schnupfen und Halsweh umgehauen. Aber das ist nun zum Glück vorbei und so musste ich auch ein paar Sonnenstrahlen in die Küche bringen.

Mandelkringel mit Mango-Curd

Habt ihr schon mal was von einem 1-2-3-Mürbeiteig gehört? Der ist nicht nur 1,2,3, ruckzuck im Ofen, sondern gelingsicher und trotzdem sehr variabel einsetzbar. Die Grundregel lautet: 3 Teile Mehl treffen auf 2 Teile Butter und einen Teil Zucker. Ich habe einen Teil des Mehls durch Mandeln ersetzt. Ihr könnt aber auch mit Kakao, Haselnüssen oder anderen Zuckersorten herumexperimentieren. Und da Curds in allen Variationen auf keinem Backblog mehr fehlen dürfen, habe ich kurzerhand meine Mangoreste in den Mixer geschmissen. Eventuell bleibt ein Rest Mango-Curd über, der schmeckt dann sehr gut auf dem Frühstücksbrot!

Für die Mandelkringel mit Mango-Curd braucht ihr:
Kringel:
150g Mehl
150g gemahlene Mandeln (ohne Schale)
200g Butter
100g Zucker
1 TL Vanille-Extrakt
1 Pr. Salz
1 Ei (Größe M)
1 Ei zum Abstreichen
Hagelzucker

Mango-Curd:
70g Zucker
80g Butter
4 TL Zitronensaft
100g püriertes Mangofleisch
1 Ei
1/1 TL Vanille-Extrakt

Mandelkringel mit Mango-Curd

So wird’s gemacht:

  1. Für den Teig Zucker, Vanille, Salz und Butter cremig rühren. Das Ei unterrühren, bis die Flüssigkeit komplett aufgenommen wurde. Dann das Mehl rasch unterkneten.7
  2. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 1 Stunde kühl stellen.
  3. Teig auf ca. 3mm ausrollen und Kekse ausstechen. Darauf achten, dass man gleich viele Deckel wie Unterteile hat.
  4. Die Kekse mit verquirltem Ei und einem Pinsel dünn abstreichen. Die Oberteile mit Hagelzucker bestreuen.
  5. Bei 180°C etwa 10 Minuten backen, bis die Kekse goldgelb sind.
  6. Für das Mango-Curd Mangopüree, Zitronensaft, Butter und Zucker in einem Topf erhitzen.
  7. Das Ei gut verquirlen. Wenn die Masse köchelt das Ei unter starkem Rühren (Schneebesen nutzen) dazugeben. Etwa 3 Minuten beständig weiter rühren, bis die Masse angedickt ist.
  8. Mango-Curd vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  9. Danach auf den Unterseiten der Mandelkringel verteilen und ein Oberteil aufsetzen.

Mandelkringel mit Mango-Curdxoxo_2015

[BACK DICH FIT] vegane Müslibars

vegane Müslieriegel nach Atilla Hildmann

Ich habe die leise Befürchtung, dass Ostern diesmal wieder so plötzlich kam. Und so kommen meine Osterrezepte dieses Jahr auf den letzten Drücker. Doch bevor der Schlemmer-Startschuss gefeuert wird, gibt es nochmal etwas Gesundes. Da ich ja jetzt wieder Schulkind in Teilzeit bin, suche ich immer wieder nach Snacks, die man sich morgens noch schnell in die Tasche packen kann und im besten Fall auch noch gesund sind. Müsliriegel sind da super, aber die gekauften machen auch nur auf der Verpackung nen gesunden Eindruck. Deswegen ist selbermachen ja der besser Weg und so kann man – wie bei den selbstgemachten Müslis selber den Geschmack und die Zutaten bestimmen. Am meisten haben mir die veganen Müsliriegel à la Atilla Hildmann gefallen, wobei meine Variante mit Kokos und Kakaonibs ist. Die schmecken nicht nur in der Schule!

vegane_Mueslibars (5 von 9)_mini

Für 24 Müslibars braucht ihr:
250 g Haferflocken
100 g gehackte Nüsse nach Belieben
80 g getrocknete Bananen
60 g Cornflakes
5 EL Kokosflocken
2 EL Kakaonibs
150 ml Agavendicksaft
4 EL Sojasahne
½ EL Rohrzucker
2 EL Mehl
200 g Zartbitterschokolade

So wird’s gemacht:

  1. Backofen auf 180 °C  Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Haferflocken und Nüsse in einer Pfanne rösten.
  3. Getrocknete Bananen grob hacken und die Cornflakes zerbröseln.
  4. Dann alle Zutaten gut mischen.
  5. In einer Brownieform (ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geht auch) circa einen halben Zentimeter dick ausrollen und danach nochmal gut festdrücken.
  6. Masse mit Backpapier abgedeckt im heißen Ofen ca. 13 Minuten backen.
  7. Wenn die Müsliriegel abgekühlt sind die Zartbitterschokolade über einem Wasserbad schmelzen.
  8. Riegel mit der Schokolade beträufeln und eventuell Kokosflocken draufstreuen.
  9. Circa 12x5cm große Riegel schneiden.

vegane Müslieriegel nach Atilla Hildmann
Sweet Cake O' Mine xoxo

Oatmeal Cranberry Cookies

Oatmeal_Cranberry_Cookies-(14-von-17)_Titel

Zugegeben war ich in Chemie und Physik eine Vollniete. Ich konnte mir weder Formeln in meinen Kopf hämmern, noch verstehen, warum sich Lichtstrahlen brechen und die Welt optisch eigentlich auf dem Kopf steht. Mein Lieblingsexperiment war das Zuckerverbrennen, weil man sofort Appetit auf Zuckerwatte bekam. Nunja – soviel zu meiner Liebe zu den Naturwissenschaften. 😀 Erstaunlicherweise entwickelt sich seit meiner Ausbildung doch eine kleine Liebe zur Wissenschaft, denn wenn man chemische Vorgänge anhand von Lebensmitteln erklärt und diese dann auch mal einen sinnvollen praktischen Bezug haben, bin ich doch irgendwie dabei. Um zu wissen, wie man ein gutes Backergebnis hinbekommt, beziehungsweise warum man diese oder jene Zutat in einem Rezept benutzen muss bedarf es eben dem physikalisch-chemischen Hintergrundwissen über Mehl, Zucker, Ei und Co. Ein Blogpost, der das SO wunderbar beschreibt heisst „The Science of the Best Chocolate Chip Cookies„. Wer träumt nicht von dem einen-für sich- perfekten Cookie! Als ich mal wieder bei der Bouchon Bakery rumstöberte, ihre Oatmeal Raisin Cookies ausprobierte und beim Knuspern nochmal den Blogpost las fand ich doch sehr viel vom Blogpost im Rezept wieder. Ziemlich toll! :) Und wer den ganzen Beitrag nicht auf Englisch lesen möchte, dem habe ich die „Goldenen Regeln der Cookie-Bäckerei“ ganz unten nochmal gekürzt zusammengefasst.

Oatmeal Cranberry Cookies

Für 18 Oatmeal Cranberry Cookies braucht ihr:
144 g Weizenmehl
7g Zimtpulver
7 g Backpulver
3 g Salz
69 g Zucker
69 g brauner Zucker
155 g weiche Butter
¼ cup (62 grams) eggs
1 TL Vanille-Extrakt
155g kernige Haferflocken
155g Cranberries, Rosinen oder Korinthen

Oatmeal_Cranberry_Cookies (10 von 17)

  1. Mehl, Zimt, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer anderen Schüssel weißen und braunen Zucker mischen.
  2. Butter bei mittlerer Geschwindigkeit mit dem Handrührgerät schlagen, bis diese die Konsistenz von Mayonnaise erhält. Wenn nötig, die Butter beim Schlagen etwas anwärmen. Zucker hinzugeben und 3 bis 4 Minuten mixen, bis die Masse schön fluffig ist. Ränder der Schüssel ankratzen.
  3. Eier und Vanille hinzugeben und bei niedriger Geschwindigkeit maximal 30 Sekunden rühren. Nochmals die Ränder ankratzen. Die Masse sieht nun vielleicht etwas zersetzt aus, aber das macht nichts. Schlägt man die Eier zu lang, werden die Cookies später breit laufen und nicht schön aufgehen.
  4. Nun gibt man die Mehl-Mischung in zwei Etappen hinzu. Wieder rührt man auf niedrigster Stufe jeweils maximal 30 Sekunden. Ränder der Schüssel ankratzen, damit alle Zutaten vermischt werden.
  5. Nun hebt man erst die Haferflocken und dann die Cranberries unter. Hier sollte man auch maximal 10 mal rühren, um die Masse nicht zu „überschlagen“.
  6. Teig 30 Minuten kühl stellen.
  7. Den Backofen auf 165 Grad vorheizen.
  8. Gleichmäßig große Kugeln aus dem Teig formen (man kann einen Eisportionierer zu Hilfe nehmen) und mit großem Abstand auf zwei Backblechen verteilen.
  9. Der Teig sollte wieder Raumtemperatur annehmen, bevor man das Blech in den Ofen schiebt.
  10. Kekse 16 bis 20 Minuten, je nach Ofen backen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Oatmeal Cranberry Cookies

 

Die goldenen Regeln der Cookie-Bäckerei

#1 Mehr Butter = größere, weichere Kekse
Mehr Butter im Verhältnis zu den anderen Zutaten ergibt umso weichere Kekse. J. Kenji López-Alt gibt in seinem Beitrag ein Verhältnis von 1 Teil Mehl zu 1 Teil Zucker zu 8 Teilen Butter an.
 
#2 Nur Butter gibt den größten Geschmackskick!
Butter ist Geschmacksträger Nummer Eins. Ersetzt man diese mit Margarine wird man nie so einen vollen Geschmack hinbekommen. Das gilt allerdings für jedes Rezept. Ausserdem tragen die Milcheiweiße in der Butter zum Bräunungsprozess bei und geben dem Keks einen „nussigeren“ Geschmack.

#3 geschmolzene Butter = kompakte Cookies, schaumig geschlagene Butter = „kuchenartige“ Cookies
Wenn man Butter aufschlägt, arbeitet man Luft unter, die beim Backen zum Aufgehen der Cookies führt. Aussderm löst sich ein Teil des Zucker beim Schlagen in den Wasserbestandteilen der Butter schon auf. Nimmt man geschmolzene Butter, bevor man diese mit dem Zucker mischt, werden die Kekse etwas kompakter.

#4: Extra Eiklar = große Cookies. Extra Eigelbe = safitgere Cookies
Eiklar führt beim Backen dazu, dass die Cookies besser aufgehen. Die Proteine im Ei können den austretenden Wasserdampf beim Backen sehr gut festhalten. Durch das zusätzliche im Eiklar enthaltene Wasser kann sich mehr Gluten (=Klebereiweß im Mehl) bilden, was ebenso zur Vergrößerung des Gebäckvolumens führt.

Eigelbe geben den Cookies Feuchtigkeit und binden Wasser und Fett im Teig zu einer homogenen Masse (=Emulgieren). Je mehr Eigelb im Teig, desto brownie-artiger werden die Cookies.

#5 Weißer Zucker = dünn und knusprig, brauner Zucker = groß und saftig
Dies hat mit den unterschiedlichen pH-Werten und den einzelnen Bestandteilen der Zuckersorten zu tun.

#6 Wenig Mehl = feine Cookies, mehr Mehl = mürbere Cookies
Die Menge des Mehles im Verhältnis zur Butter beeinflusst die Textur der Cookies stark. Weniger Mehl im Verhältnis zur Buttermenge (1:1 oder weniger) macht die mürbe. Mehr Mehl (1.3 bis 1 oder mehr) hindert die Kekse am Zerlaufen, sie bleiben sehr teigig/brownie-artig.

Sweet Cake O' Mine xoxo

Winterrosen-Taler

Winterrosen-Taler, Vanille Spritzgebäck mit Sterntülle aufdressiert

Ich gebe zu, ich bin kein Botaniker und einen grünen Daumen besitze ich längst nicht. Deswegen weiss ich nicht, ob es Winterrosen wirklich gibt und sie meinem Spritzgebäck ähneln würden – das weiss vielleicht nur Tante Else vom Blumenladen nebenan. Aber irgendwie wäre so ein bisschen Schnee doch toll, auch wenn Weihnachten schon vorbei ist. Deshalb verstecken sich die Rosen-Taler nun in einem kleinen Winterwald und locken vielleicht auch mal richtigen Schnee an. Oder wie sieht es bei euch aus – könnte für euch direkt nach den Weihnachtsfeiertagen wieder Badehosenwetter sein?

Winterrosen-Taler, Vanille Spritzgebäck mit Sterntülle aufdressiert

Für die Winter-Rosentaler braucht ihr:
375g Mehl
250g weiche Butter
150g Puderzucker
120 ml Milch
1 EL Vanille-Extrakt
1 Vanilleschote

ca. 100g dunkle Kuvertüre

Winterrosen-Taler, Vanille Spritzgebäck mit Sterntülle aufdressiert

So wird’s gemacht:

  1. Butter und Puderzucker cremig rühren.
  2. Milch und Vanille-Extrakt dazugeben.
  3. Vanille auskratzen und Mark zum Teig geben.
  4. Dann das Mehl sieben und unterheben.
  5. Teig in einen Spritzbeutel füllen und mit einer Sterntülle aufs Backblech aufdressieren.
  6. Bei 180 Grad 15 bis 20 Minuten backen.
  7. Kuvertüre vorsichtig schmelzen und die Rosen ein paar Milimeter eintunken. Überschüssige Kuvertüre abschütteln und auf ein sauberes Backpapier setzen.

Tipp: Den Teig nicht zu lange rühren und die Kekse vorm Backen nochmal circa 20 Minuten an der Luft trocknen lassen. Dann sollten die Taler ihre Rosenform beibehalten.

Winterrosen-Taler, Vanille Spritzgebäck mit Sterntülle aufdressiert

 

Sweet Cake O' Mine xoxo

[Christophe Felder] Fluffy Vanillekipferl

Vanillekipferl nach Christophe Felder

It’s beginning to look a lot like Christmas,
Everywhere you go,
Take a look at the 5 and 10,
It’s glistening once again,
With candy canes and silver lanes that glow.

Vanillekipferl nach Christophe Felder

Seid ihr auch schon richtig in Weihnachtsstimmung? Ich habe zumindest grad meine (natürlich echt erzgebirgische) Pyramide aus der Kiste geholt, ein Räucherkerzchen angemacht und ein paar Sterne aufgehangen. Am Wochenende haben wir uns einen riesengroßen, Echt Nürnberger Lebkuchen gegönnt. Die letzten Krümelchen habe ich beim Fotos bearbeiten auch verputzt und war nach dem letzten Bissen etwas traurig, dass er nun weg ist. Es sind einfach die Besten! Aber zum Glück steht man mit mir (vorallem zu Weihnachten) nicht lang ohne Weihnachtsgebäck da. Meistens wird das dann doch selber gemacht. Und was darf nie fehlen? Ganz klar, supervanillige fluffig-knusprige Vanillekipferl. Ich hab schon die zweite Ladung dieses Jahr gebacken und verschenkt, weil sie einfach sooo lecker sind! Und bevor die letzte Ladung schon wieder weggekrümelt wurden, hab ich sie noch schnell für euch geknipst. Das Rezept stammt von Christophe Felder aus dem Buch „Die hohe Schule der Patisserie“. Aber keine Angst: die Kipferls sind so schnell zusammengemischt und gerollt, da braucht man keine Backschule besucht haben. :)

Für 20 Vanillekipferl braucht ihr:
35g Zucker
1 Vanillestange
120g Butter (für die vegane Variante Pflanzenmargarine verwenden)
140g Mehl
60g Mandelgriess
1/2 Tl Vanille-Extrakt
2 Beutel Vanillezucker
60g Puderzucker

Vanillekipferl nach Christophe Felder

So wird’s gemacht:

  1. Vanilleschoten und Zucker mit einem Blitzhacker zu Vanillezucker zu verarbeiten und in eine Schüssel sieben.
  2. Weiche Butter, Mehl, Mandelgiress und flüssige Vanille dazugeben.
  3. Alles mit einem Holzspatel zu einem Teig verarbeiten und dann mit den Händen zu einer Kugel formen.
  4. Teig in vier gleich große Stücke teilen und Rollen formen.
  5. In 2 cm breite Stücke schneiden und Kipferl formen (oder wie im Buch einfach rechteckig lassen)
  6. Bei 170°C 15 Minuten backen.
  7. Abgekühlte Kipferl im Zuckergemisch wälzen.

Vanillekipferl nach Christophe Felder

 

Sweet Cake O' Mine xoxo

Macadamia-Orangen-Kardamom-Schnecken

Orangen-Macadamia-Schnecken_Titel_mini
Während die erste Kerze brennt, habe ich es mir gemütlich gemacht und mir endlich Zeit genommen, euch ein neues Rezept vorzustellen. Sehr oft kommen mir neue Ideen beim Radfahren, auch wenn die Gehirnwindungen bei dem eisigen Wind draussen nur langsam in Fahrt kommen. Als ich letztens Appetit auf Zimtschnecken hatte, wollte ich noch eins drauf setzen und so sammelten sich ein paar Zutaten in einem Kopf. Auf jeden Fall sollten Macadamias und Kardamom dabei sein. Dazu kamen dann noch Orangen und Marzipan, der es letztlich dann doch nicht in die Schnecken gefunden hat. Als ich bei Kleiner Kuriositätenladen ein Rezept für Orangen-Kardamom-Sirup gefunden habe, war dann irgendwie alles zusammen. Der kam dann als Topping auf die Schnecken.Hat schon sehr was von Weihnachten!

Orangen-Macadamia-Schnecken

Für den Hefeteig:
200 ml Milch
1/2 Würfel (21 g) frische Hefe
400 g Mehl
75 g Zucker
1 Ei (Gr. M)
75 g weiche Butter

Für die Füllung:
50g Mandeln (gehackt oder gestiftet)
50g Macadamias (gehackt)
75g Butter
2 EL Orangen-Kardamom-Sirup
4 EL Orangenmarmelade
2 EL Zucker
1 Prise Salz
Zimt nach Belieben

etwas Butter zum Bestreichen

Orangen-Macadamia-Schnecken

So wird’s gemacht:

  1. Milch lauwarm erwärmen. Hefe hineinbröckeln und unter Rühren auflösen.
  2. Mehl und Zucker in eine Schüssel geben, dabei in der Mitte der Schüssel eine Mulde drücken.
  3. Hefemilch in die Mulde gießen und mit einem Teil des Mehls zu einem dicken Brei rühren.
  4. Auf den Mehlrand die Butter in Stückchen verteilen.
  5. Den Vorteig nun 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  6. Das Ei in die Schüssel geben und nun alles mit einem Knethaken 3 Minuten durchkneten.
  7. Erneut 20 bis 30 Minuten gehen lassen.
  8. Ofen vorheizen.(E-Herd: 200°C/Umluft: 175°C).
  9. Macadamias und Mandeln in einer Pfanne leicht anrösten. Danach Butter, Zucker, Salz, Zimt und Marmelade hinzugeben und erwärmen.
  10. Den Teig zu einem Rechteck ausrollen (ca. 30×50 cm)
  11. Die Füllung auf die Mitte des Teiges geben und gut verteilen.
  12. Nach Belieben in der Pfanne noch etwas Butter zum Abstreichen schmelzen.
  13. Den Teig in der Mitte teilen und beide Teile der Längsseite nach aufrollen.
  14. Aus jeder Rolle circa 10 Scheiben schneiden.
  15. Scheiben auf 2 Blechen verteilen und dünn mit Butter abstreichen.
  16. Circa 15 Minuten backen.
  17. Vor dem Servieren mit dem Sirup beträufeln und genießen.

Orangen-Macadamia-Schnecken

Orangen-Kardamom-Sirup adaptiert von Kleiner Kuriositätenladen

500ml Orangensaft, 250 g Zucker und Saft von 2 Zitronen in einem Topf geben. Eine Vanilleschote auskratzen und mit der Schote in den Topf geben. 6 grüne Kardamomkapseln mit der Messerfläche aufdrücken, in einer Pfanne kurz anrösten und in den Topf geben. Alles 30-45 Minuten sprudelnd kochen, und dann durch ein feines Sieb passieren. In sterilisierte Gläser füllen.

Sweet Cake O' Mine xoxo

Bratapfel Brownies

Bratapfel Brwonies

Es gibt Sachen, die nicht in meinen Kopf rein wollen. Zum Beispiel dass es Leute gibt, die nicht gerne essen. Oh man, ich weiss garnicht wo ich auf meiner Liste mit Lieblingsessen anfangen soll. Kartoffelbrei steht da ganz oben, gefolgt von Erdbeeren in jeder Form, Mamas Ente mit grünen Klößen, alles zimtige, Käse… ich höre jetzt lieber auf, mein Magen knurrt schon verdächtig. Unter anderem liebe ich auch Obst, mindestens ein Apfel am Tag ist ein Muss. Alles wird bis auf den Stiel verputzt, was meine Mitmenschen meistens in eine kleine Schockstarre versetzt. Und nein, mir ist noch kein Baum im Magen gewachsen, alles Unfug! Für die Bratapfel-Brownies hab ich dann doch das Apfelgehäuse weggeschnitten, für den Crunch sorgen hier besser die Mandelstifte. Dazu noch ne Ladung Schokolade und Zimt – hmmmh! Das Rezept stammt aus dem Weihnachts-Rezeptheft von Alnatura. Die findet ihr unter anderem bei dm an den Regalen mit den alnatura-Sachen hängen. Noch lauwarm sind die Bratapfel-Brownies wirklich ein Traum und haben einen heißen Anwärterplatz auf meiner Lieblings-Mampfliste bekommen.

Bratapfel Brownies

Für 1 Brownieblech oder 12 Stücke braucht ihr:
100 ml Apfelsaft
50 g Rosinen
2 Äpfel
100 g Mandeln gehackt
150 g Butter
100 g Kuvertüre Vollmilch, gehackt
100 g Kuvertüre Zartbitter, gehackt
5 Eier
100 g Zucker
100 g Weizenmehl (Type 405)
Puderzucker zum Bestäuben

Bratapfel Brownies

So wird’s gemacht:

  1. Eine Backform (ca. 20 x 30 cm) mit Backpapier auslegen.
  2. Apfelsaft und Rosinen in einem Topf erhitzen und 30 Minuten ziehen lassen.
  3. Äpfel würfeln und mit 1 EL der Butter und den Mandeln goldbraun rösten.
  4. Rosinen untermischen und alles in der Form verteilen.
  5. Ofen auf 180 °C vorheizen.
  6. Kuvertüre mit der restlichen Butter bei schwacher Hitze schmelzen.
  7. In einer anderen Schüssel Eier, Zucker und Mehl verrühren und dann flüssige Schoko-Butter hinzufügen.
  8. Teig gleichmäßig über der Apfel-Mischung verteilen und ungefähr 30 Minuten backen.
  9. Brownies abkühlen lassen und dannn mit Puderzucker bestäuben.

Bratapfel Brownies

Sweet Cake O' Mine xoxo

Easypeasy gebrannte Mandeln

gebrannte Mandeln einfach

Der Herbst war früher garnicht so mein Freund. Meistens ist es nasskalt, der Wind zerstört jeglichen Versuch einer Frisur und Sprühregen im Gesicht fühlt sich bei niedrigen Temperaturen auch nicht grade erfrischend an. Jetzt freue ich mich umso mehr, nach Hause zu kommen, ne Kanne Tee zu kochen und mich einzumummeln. Das (fast) Einzige, was mich bei grautrüben Wetter vor die Türe lockt ist Kirmes! Zwar windet es beim Breakdance nochmal umso mehr und die Hände frieren fest, aber ich mag es dort. Auch, wie sollte es anders sein, wegen den Leckereien. Die dürfen nie zu kurz kommen und eine Sache muss mindestens gegessen werden. Garnicht so einfach, sich da zu entscheiden. Während ich die Bude mit den größten und schönsten Schokoäpfeln ausspähe, ist Timo damit beschäftigt, Mandelbrennereien genau so abzupassen, dass die knallheißen Mandeln gerade aus dem Kessel gekippt werden. Und genau nach denen verlangt er dann auch. Meistens rücken die Verkäufer ungern mit den heißen Mandeln raus, die Verletzungsgefahr wollen sie wohl nicht in Kauf nehmen. Aber es gibt einfach nix besseres, als die gerade so geniessbaren, heißen Mandeln zu essen! Ausserdem wärmen die schön die Hände!
Und wenn keine Kirmes ist, ist das auch nicht schlimm. Denn ich bin noch viel, viel schneller als alle Mandelbrenner. Call me Speedy Mandelbrennerin Gonzalez! Alles, was ihr braucht sind Mandeln, Zucker, n bisschen Wasser und ne Mikrowelle. So schnell könnt ihr nicht mal Mandelbrennerei sagen, ha!

 
gebrannte Mandeln einfach

200g Nüsse
4 EL Zucker
2 EL Wasser
1/2 TL Zimt
eine handvoll Zucker oder Puderzucker zum Ummanteln

So wird’s gemacht:
Mandeln, Zucker und Wasser in einer mikrowellen-geeignteten Schüssel mischen. Bei 600 Watt die Nüsse 5 Minuten brutzeln lassen, nach der Hälfte der Zeit mal umrühren. Noch heiß im Zucker oder Puderzucker wälzen und abkühlen lassen. Achtung: flüssiger Zucker ist schweineheiß. Man sollte also nicht direkt losnaschen. 😉

gebrannte Mandeln einfach

Sweet Cake O' Mine xoxo

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