Sir Peppers Luftmucken Spezial

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Luftmucken - Mini Windbeutel

…oder was unser schwarzer Kater mit den kleinen Teiglingen zu tun hat.

Wie ihr schon mitbekommen habt, sind Timbo und ich manchmal nicht so stolze Eltern zweier Katerkinder. Meistens sind sie sehr putzig, verspielt und einfach nur süß anzusehen. Schon durch ein kleines Schnurren entlocken sie uns ein „ooooooh“ oder „aaaaahhh“ oder „hihihihihi“. Oder wem wird nicht warm ums Herz, wenn sich ein kleiner, seidenweicher Kater seinen Weg durch die Bettdecke sucht, um sich dadrunter den möglichst wärmsten und kuscheligsten Platz zu suchen. Man vernimmt – nach dem Gewühle – nur noch ein zufriedenes Schnurren, bis es immer leiser wird und der Kater komplett weggeratzt ist. Die 10 von 10 Niedlichkeitspunkte wiegen manchmal aber garnicht mehr so schwer auf der Gefräßigkeitsskala, bei denen die beiden locker 100 von 10 Punkten holen können. Ausserdem gehe ich seit langer Zeit stark davon aus, dass unsere Kater einem schweren Demenzleiden unterliegen. Denn nichtmal eine Minute nach dem wahnsinnigen Herunterschlingen bestens ausgewählter Katzennahrung wird gemauzt was das Zeug hält und auf kätzisch nach Nachschlag, Dessert oder besser gleich nach dem mit Hähnchenflügel befüllten Menschenteller verlangt. Wieviel Nahrung kann denn in so nen Minimagen passen? Nach dem letzten Silvester ist klar: Mindestens 10 Mini-Windbeutel. Ja, Windbeutel. Beziehungsweise Luftmucken, wie sie hier eigentlich richtig heißen. Die habe ich nämlich zum Nachtisch für Timbo und mich am letzten Silvesterabend gemacht. Aus Brandteig, mit ordentlich Puderzuckerguss drauf, yummie!

Luftmucken - Mini Windbeutel

Leider sind einige Exemplare mal wieder dem Luftzug zum Opfer gefallen, sodass nur noch traurige Teiglinge übrig geblieben sind. Timo fand sie trotzdem lecker. Aber ich war enttäuscht, dass ich mal wieder so ungeduldig war. Traurig verzog ich mich wieder ins Wohnzimmer und wir widmeten uns Rayman auf der Playstation, um den Ärger schnell verfliegen zu lassen. Das war er auch, denn unter den ganzen zerplatzten Luftblasen war ein(!) sehr doll hübsches Exemplar dabei. Und so warteten wir, bis die Teiglinge ausgekühlt waren und wir diesem einen besonders hübschem Windbeutelchen fröhnen können. Mit voller Inbrunst ließen wir Rayman Level für Level durchhüpfen, bis uns diese sehr verdächtige Stille auffiel. Diese verdächtige Katzenstille, wenn man nicht ein Kratzen oder wenigstens ein Schnurren vernimmt. Also besser kurz das Spiel pausieren und nach den zwei Vierbeinern Ausschau halten. Mogli machte sich im Lieblingskörbchen oben im Kratzturm gemütlich – check, alles in Ordnung. Aber wo ist denn Pepps geblieben? Unser Gefühl sagte nichts Gutes und so stürmte ich zur Küchentür. Und da saß er auch. Auf der Arbeitsfläche mit einem Teller größer als er selbst, wo man nur noch klägliche Reste der eben gebackenen Luftmucken erkennen konnte. Nicht einmal vor dem Prachtexemplar von Luftmucken wurde Halt gemacht. DAS PRACHTEXEMPLAR WURDE VOM KATER VERSCHLUNGEN! Diese Fressmaschine von Minikater hatte 10 Luftmucken verschlungen. Ich war froh, dass noch nicht überall Puderzucker drüber war. Wie es eben so ist, kann man „dem Kleenen“ aber nicht lange böse sein und ich hatte eher Mitleid, welche Magenschmerzen er bestimmt nun erleiden muss. Pepps dachte sich bestimmt, was die Alte da schon wieder so rummosert, war doch lecker! Nach dem ersten Schreck machte ich des Katers in Mehl getunkte Nase sauber und verfrachtete ihn ins Wohnzimmer- in Sichtweite. Nun habt ihr schon mal einen Eindruck, wie verfressen so kleine Minitierchen sein können. Die Küchentüre wird seitdem immer doppelt gecheckt, dass diese auch ja verschlossen ist. Ob es nun ein Qualitätszeichen ist, wie lecker die Luftmucken sind – darüber lässt sich wohl streiten… am besten ihr probiert sie mal selber aus!


Für circa 20 von Sir Peppers Luftmucken Spezial braucht ihr:

Brandteig:
85ml Wasser
43g Butter
1 Prise Salz
1 Prise Zucker
70g Mehl
2 Eier (L) – oder 3 Größe M

Glasur:
Zitronensaft oder Zitronenschale
Puderzucker
evtl. Wasser
bunte Streusel

Luftmucken (3 von 15)_mini

So wird’s gemacht:

  1. Butter, Wasser, Salz und Zucker in einem Topf unter ständigem Rühren einmal aufkochen lassen.
  2. Das Mehl sieben und auf einmal in die Kochende Flüssigkeit geben. Dabei ununterbrochen kräftig rühren und die Masse weiter erhitzen, bis sie sich als Kloß vom Topf löst und eine weisse Haut den Topfboden überzieht.
  3. Die Masse in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen.
  4. Ein Ei unterrühren, bis es sich völlig mit der Masse verbunden hat. Das zweite Ei dazugeben und rühren. Die Teigkonsistenz sollte glatt und glänzend sein und in der Konsistenz weich, aber dennoch etwas fester.
  5. Den Backofen auf 220 Grad vorheizen.
  6. Den Brandteig in einen Spritzbeutel füllen und kleine Türmchen aufs Backblech spritzen. Man kann mit Hilfe von zwei Teelöffeln kleine Teigberge aufs Blech setzen.
  7. Für 20 Minuten hellbraun backen und nach der Backzeit im Ofen fast komplett auskühlen lassen.
  8. Eine Glasur aus Zitronensaft und Puderzucker mischen und über die Luftmucken geben. Dann ein paar Streusel drüber geben.
  9. Schmecken am besten frisch. Dabei auf gierige Katzen achten.

Luftmucken - Mini Windbeutel

Sweet Cake O' Mine xoxo
Auch lecker:

ruffle-cakepops

platzkuchen
puddingschnecken

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Beim Lesen ist mir um ein Haar der Kakao aus der Nase geschossen 🙂

    Die Dinger haben toll geschmeckt! Also die, die der Fellarsch übrig gelassen hat (:

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