14 Minuten bis zum Holunderglück – gebackene Holunderblüten

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Gebackene Holunderblüten

Der Sommer steht im Moment ja nicht vor der Tür – er hat selbige mit voller Wucht eingerannt, steht auf eurem Flur und verlangt nach ’nem großen Eistee. Zumindest fühlt es sich so für mich an. An dem einen Tag noch im Zwiebellook auf Arbeit geradelt braucht man auf einem nicht mal mehr eine Jacke. Perfekt! Vorallem weil das Radfahren bei angenehmen warmen Temperaturen am meisten Spaß macht. Der Fahrtwind braust ins Gesicht und es liegt ein herrlicher Duft von Frühlingsblumen in der Luft. Vorallem zu dieser Jahreszeit entdecke ich neue Sachen für mich: dieses Jahr sind es die Holunderblüten. Klar kannte ich die vorher schon, meist als leckeren Sirup für Limonade. Dass man die Blüten aber auch so essen kann war mir neu. Ich hatte eine neue Mission namens „gebackene Holunderblüten“. Das klang zu gut um wahr zu sein. Denn die Holunderbäume sollen laut einschlägiger Suchmaschinen an jedem Wegesrand stehen. Ich suchte also nach „Holunderblüten sammeln in Düsseldorf“ und stieß auf eine ganz neue Welt: mundraub.org. Das Prinzip ist so simpel wie genial: jeder kann ein Naturdetektiv sein. Ziel ist es, wieder einen freien und natürlichen Blick auf Mutter Natur zu bekommen, seine Umwelt mit neuen Augen zu sehen und von ihren Früchten zu profitieren. Die User berichten, wo sich in seiner Umgebung freistehende Obstbäume, Kräuter, Beeren und was man sonst noch essen kann wächst und trägt es in eine Karte ein. Ausgenommen sind natürlich Privat- oder Pachtgrundstücke. Die ganzen Regeln gibt es auf der Seite nochmal genau erklärt.
Nicht weit von meiner obligatorischen Fahrradrunde soll sich gleich eine ganze Armada von Holunderbäumen befinden. Perfekt! Ich fühlte mich, als hätte ich einen Goldschatz gefunden und war schon ganz aufgeregt, die Holunderbäume aufzuspüren. Schnell das Rad fertig gemacht schaltete ich die Navigation in meinem Handy ein. Es zeigt an: 14 Minuten mit dem Rad, immer geradeaus. Geradewegs in den Holunderhimmel. Ich trat in die Pedale und tatsächlich: Nach nicht einmal einer Viertelstunde reihte sich Holunderbaum an Holunderbaum. Ich packte meine Schere aus und knipste ein paar Dolden ab. Der Duft der Holunderblüten stieg sofort in meine Nase und ich freue mich wie ein Schneekönig: es hat funktioniert! Fröhlich radelte ich wieder nach Hause. Das große Glück ist eben meist umsonst und draussen!

Gebackene Holunderblüten

Für zwei bis drei Portionen gebackene Holunderblüten braucht ihr:
1 Ei
100 ml Milch
1 TL abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt)
1 Prise Salz
50g Mehl
8 Holunderblütendolden
200 ml Öl
Puderzucker

Gebackene Holunderblüten

So wird’s gemacht:

  1. Ei, Milch, Zitronenschale, Salz und Mehl miteinander vermengen und kurz quellen lassen.
  2. Holunderblütendolden vorsichtig ausschütteln, es soll ja ein vegetarisches Gericht bleiben…. Dann mit Stiel waschen, vorsichtig ausschütteln und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.
  3. Öl in einem hohen Topf erhitzen, die Holunderblüten in den Teig tauchen, kurz abtropfen lassen und im Öl goldbraun ausbacken.
  4. Mit Puderzucker bestreuen und sofort genießen.

Nur falls einer auf die Idee kommt: Die dicken Stengel sollte man natürlich nicht mitessen!

Gebackene Holunderblüten

Sweet Cake O' Mine xoxo

Auch lecker:

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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wow das ist ja eine tolle Idee. Sieht klasse aus, auch wenn ich es mir grad geschmacklich gar nicht vorstellen kann…sehr interessant=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  2. Deine Überschrift und das oberleckere Foto haben meine Neugier sofort geweckt (bin gerade am Bloglovin-Feeds lesen und normalerweise mache ich das immer schön der Reihe nach, aber eben habe ich mittendrin deinen Post gesehen und musste sofort dein Beitrag lesen).

    Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass man Holunderblüten „backen“ kann. Bis eben dachte ich, man kann daraus nur Sirup oder Marmelade kochen…wie peinlich ;D

    Liebe Grüße
    Patricia

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