Oatmeal Cranberry Cookies

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Oatmeal_Cranberry_Cookies-(14-von-17)_Titel

Zugegeben war ich in Chemie und Physik eine Vollniete. Ich konnte mir weder Formeln in meinen Kopf hämmern, noch verstehen, warum sich Lichtstrahlen brechen und die Welt optisch eigentlich auf dem Kopf steht. Mein Lieblingsexperiment war das Zuckerverbrennen, weil man sofort Appetit auf Zuckerwatte bekam. Nunja – soviel zu meiner Liebe zu den Naturwissenschaften. 😀 Erstaunlicherweise entwickelt sich seit meiner Ausbildung doch eine kleine Liebe zur Wissenschaft, denn wenn man chemische Vorgänge anhand von Lebensmitteln erklärt und diese dann auch mal einen sinnvollen praktischen Bezug haben, bin ich doch irgendwie dabei. Um zu wissen, wie man ein gutes Backergebnis hinbekommt, beziehungsweise warum man diese oder jene Zutat in einem Rezept benutzen muss bedarf es eben dem physikalisch-chemischen Hintergrundwissen über Mehl, Zucker, Ei und Co. Ein Blogpost, der das SO wunderbar beschreibt heisst „The Science of the Best Chocolate Chip Cookies„. Wer träumt nicht von dem einen-für sich- perfekten Cookie! Als ich mal wieder bei der Bouchon Bakery rumstöberte, ihre Oatmeal Raisin Cookies ausprobierte und beim Knuspern nochmal den Blogpost las fand ich doch sehr viel vom Blogpost im Rezept wieder. Ziemlich toll! 🙂 Und wer den ganzen Beitrag nicht auf Englisch lesen möchte, dem habe ich die „Goldenen Regeln der Cookie-Bäckerei“ ganz unten nochmal gekürzt zusammengefasst.

Oatmeal Cranberry Cookies

Für 18 Oatmeal Cranberry Cookies braucht ihr:
144 g Weizenmehl
7g Zimtpulver
7 g Backpulver
3 g Salz
69 g Zucker
69 g brauner Zucker
155 g weiche Butter
¼ cup (62 grams) eggs
1 TL Vanille-Extrakt
155g kernige Haferflocken
155g Cranberries, Rosinen oder Korinthen

Oatmeal_Cranberry_Cookies (10 von 17)

  1. Mehl, Zimt, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer anderen Schüssel weißen und braunen Zucker mischen.
  2. Butter bei mittlerer Geschwindigkeit mit dem Handrührgerät schlagen, bis diese die Konsistenz von Mayonnaise erhält. Wenn nötig, die Butter beim Schlagen etwas anwärmen. Zucker hinzugeben und 3 bis 4 Minuten mixen, bis die Masse schön fluffig ist. Ränder der Schüssel ankratzen.
  3. Eier und Vanille hinzugeben und bei niedriger Geschwindigkeit maximal 30 Sekunden rühren. Nochmals die Ränder ankratzen. Die Masse sieht nun vielleicht etwas zersetzt aus, aber das macht nichts. Schlägt man die Eier zu lang, werden die Cookies später breit laufen und nicht schön aufgehen.
  4. Nun gibt man die Mehl-Mischung in zwei Etappen hinzu. Wieder rührt man auf niedrigster Stufe jeweils maximal 30 Sekunden. Ränder der Schüssel ankratzen, damit alle Zutaten vermischt werden.
  5. Nun hebt man erst die Haferflocken und dann die Cranberries unter. Hier sollte man auch maximal 10 mal rühren, um die Masse nicht zu „überschlagen“.
  6. Teig 30 Minuten kühl stellen.
  7. Den Backofen auf 165 Grad vorheizen.
  8. Gleichmäßig große Kugeln aus dem Teig formen (man kann einen Eisportionierer zu Hilfe nehmen) und mit großem Abstand auf zwei Backblechen verteilen.
  9. Der Teig sollte wieder Raumtemperatur annehmen, bevor man das Blech in den Ofen schiebt.
  10. Kekse 16 bis 20 Minuten, je nach Ofen backen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Oatmeal Cranberry Cookies

 

Die goldenen Regeln der Cookie-Bäckerei

#1 Mehr Butter = größere, weichere Kekse
Mehr Butter im Verhältnis zu den anderen Zutaten ergibt umso weichere Kekse. J. Kenji López-Alt gibt in seinem Beitrag ein Verhältnis von 1 Teil Mehl zu 1 Teil Zucker zu 8 Teilen Butter an.
 
#2 Nur Butter gibt den größten Geschmackskick!
Butter ist Geschmacksträger Nummer Eins. Ersetzt man diese mit Margarine wird man nie so einen vollen Geschmack hinbekommen. Das gilt allerdings für jedes Rezept. Ausserdem tragen die Milcheiweiße in der Butter zum Bräunungsprozess bei und geben dem Keks einen „nussigeren“ Geschmack.

#3 geschmolzene Butter = kompakte Cookies, schaumig geschlagene Butter = „kuchenartige“ Cookies
Wenn man Butter aufschlägt, arbeitet man Luft unter, die beim Backen zum Aufgehen der Cookies führt. Aussderm löst sich ein Teil des Zucker beim Schlagen in den Wasserbestandteilen der Butter schon auf. Nimmt man geschmolzene Butter, bevor man diese mit dem Zucker mischt, werden die Kekse etwas kompakter.

#4: Extra Eiklar = große Cookies. Extra Eigelbe = safitgere Cookies
Eiklar führt beim Backen dazu, dass die Cookies besser aufgehen. Die Proteine im Ei können den austretenden Wasserdampf beim Backen sehr gut festhalten. Durch das zusätzliche im Eiklar enthaltene Wasser kann sich mehr Gluten (=Klebereiweß im Mehl) bilden, was ebenso zur Vergrößerung des Gebäckvolumens führt.

Eigelbe geben den Cookies Feuchtigkeit und binden Wasser und Fett im Teig zu einer homogenen Masse (=Emulgieren). Je mehr Eigelb im Teig, desto brownie-artiger werden die Cookies.

#5 Weißer Zucker = dünn und knusprig, brauner Zucker = groß und saftig
Dies hat mit den unterschiedlichen pH-Werten und den einzelnen Bestandteilen der Zuckersorten zu tun.

#6 Wenig Mehl = feine Cookies, mehr Mehl = mürbere Cookies
Die Menge des Mehles im Verhältnis zur Butter beeinflusst die Textur der Cookies stark. Weniger Mehl im Verhältnis zur Buttermenge (1:1 oder weniger) macht die mürbe. Mehr Mehl (1.3 bis 1 oder mehr) hindert die Kekse am Zerlaufen, sie bleiben sehr teigig/brownie-artig.

Sweet Cake O' Mine xoxo

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Da sind sie!! Die weltbesten Kekse!

    Mit ist egal, wieviel Physik oder Chemie drin ist. Wichtig ist der Hafer und das die Kekse möglichst riesig sind

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